Saisonrückblick 2020 - Reto Egger

(English translation below)


Vorwort

Mein erstes Elite-Jahr war trotz kleineren Verletzungen und Corona alles in allem ein grosser Erfolg. Ich konnte in vielen Bereichen einen wichtigen Schritt vorwärts machen und auf meinem langfristigen Weg zu einem Spitzen-OL-Läufer weiter voran kommen. Dies war nur dank vielseitiger Unterstützung von verschiedenen Seiten möglich. Allen voran meine Familie, im speziellen meine Eltern, und meine Trainer. Daneben unterstützten mich insbesondere mein Heimatverein, der OLK Rafzerfeld-Bülach, meine Trainingsgruppe, der Vompatti OK und das Nationalkader mit vielen Trainingsmöglichkeiten. Ganz herzlich bedanken möchte ich mich an dieser Stelle auch für die grosszügige Unterstützung meiner Sponsoren und Unterstützern im vergangenen Jahr: der Sigrist Rafz Holz+Bau AG, der Schweizer Sporthilfe, meinen Grosseltern und dem Panathlon Club Zürcher Unterland.

Nun wünsche ich viel Spass beim Lesen meines Rückblicks und wende mich wieder meinem Training auf die Saison 2021 vor, die unterdessen ja bereits kurz vor der Tür steht.

Logos vom OLK Rafzerfeld-Bülach, der Schweizer Sporthilfe, der Sigrist Rafz Holz+Bau AG und des Panathlon Clubs

Januar

Nachdem ich über die Weihnachtstage ein wenig Abstand vom Baustellenalltag hatte, und mich voll und ganz dem Training widmen konnte, startete ich mit Schwung ins neue Jahr. Ich hatte ein sehr interessantes und gutes Selektionsgespräch hinsichtlich der Spitzensport-RS und sammelte die ersten guten Trainingseinheiten des Jahres. Ein interessanter und intensiver Sprint-Trainingsblock im deutschen Ruhrgebiet war jedoch Ende Monat zu viel für meinen Körper und ich wurde durch eine Überlastungsverletzung im Schienbein ausgebremst.

Trainingslager im spanischen Alicante

Februar

Im Februar brachte ich die Verletzung dank frühzeitiger Reaktion rasch unter Kontrolle und konnte ein grossartiges Trainingslager im spanischen Alicante absolvieren. Elf mehrheitlich sonnige Tage mit täglichen OL-Trainings ermöglichten es mir, weitere Fortschritte zu machen und diese konnte ich vor Ort dann auch gleich an zwei World Ranking-Events unter Beweis stellen. In der Langdistanz konnte ich dort einen zweiten Rang feiern. Da ich jedoch bei einem der letzten Posten den Fuss übertreten hatte, konnte ich die Mitteldistanz tags darauf noch nicht wieder im Wettkampftempo absolvieren. Neben einem dreitägigen Sprint-Kurz-TL im Wallis stand dann Ende Monat bereits das nächste Trainingslager an. Dieses Mal mit dem ganzen Nationalkader erneut im Süden. Es ging nach Portugal. Auch dort konnte ich wieder sehr gut an meiner Basis arbeiten und Trainingswettkämpfe mit ansehnlicher Konkurrenz laufen. Die dabei erzielten Erkenntnisse und Resultate gaben mir viel Mut und Selbstvertrauen für die bevorstehende erste Saison in der Elitekategorie.

Trainingslager mit dem Nationalkader in Portugal

März

Doch im März änderte sich diese Situation dann langsam. In der Schweiz breitete sich bereits während meiner Zeit in Portugal das Coronavirus langsam aus. Nach anfänglicher Skepsis ging es bald einmal Schlag auf Schlag, und Wettkampf für Wettkampf wurde abgesagt. Auch ein längeres Sprint-Trainingslager mit einigen Wettkämpfen in Italien konnte nicht stattfinden. Die Ersatzvariante im kleineren Rahmen in der Schweiz musste kurz darauf aufgrund der Bestimmungen ebenfalls abgebrochen werden. Dennoch konnte ich mein Training mit guter Qualität fortführen und legte den Fokus einfach stärker auf meine langfristigen Ziele.


April

Im Laufe vom April wurde dann nach und nach klar, dass es frühestens im Herbst wieder richtig ernst gelten wird. Entsprechend verschob ich meinen Fokus stärker in Richtung «Wintertraining» und dem «langfristigen Aufbau» anstatt Richtung «Wettkampffrische» und «Leistung». Anfangs Monat verletzte ich mich dann während einem Training in der Nähe an den Innenbändern im Sprunggelenk. Ich musste meine längste Laufpause seit vielen Jahren einlegen. Ich kann mich jedoch glücklich schätzen, dass dies nicht allzu viel verheissen mag, da ich in meiner Karriere bisher kaum je eine Laufpause machen musste. Während den beiden lauffreien Wochen entdeckte ich mit dem Mountainbike und später mit einem Rennvelo ganz neue Ecken in der Nähe und entwickelte fast eine neue Passion.


Mai

Im Mai konnte ich langsam wieder mit dem Lauftraining einsteigen und obwohl ich wirklich versucht hatte, vorsichtig wieder einzusteigen, hatte ich kurzzeitig mit einer kleinen Überlastung im Knie zu kämpfen. Diese kriegte ich jedoch schnell wieder in den Griff und durch die Corona-Situation konnte ich mich diesen Monat auch voll und ganz meinem Praktikum und weiteren Erfahrungen als Zimmermann widmen. Auch konnte ich mich dank meiner Leistungen in den vergangenen Jahren für die Unterstützung der Schweizer Sporthilfe empfehlen und ab sofort auf eine grosszügige finanzielle Unterstützung dieser zählen.

Höhentrainingslager im Engadin

Juni

Im Juni verschoben sich die Prioritäten in die andere Richtung und ich ergriff die Chance, mit beinahe dem ganzen Nationalkader drei Wochen Höhentrainingslager in St. Moritz zu verbringen. Die Schwierigkeiten und Herausforderungen, mit denen ich bis dahin im Jahr 2020 zu kämpfen hatte, waren schnell vergessen und ich hatte sowohl trainings- als auch gefühlsmässig drei meiner besten Wochen. Ich sammelte über 50 Trainingsstunden und legte dabei unter anderem über 400km zu Fuss und 250km mit dem Velo zurück – und, für das Engadin üblich, waren diese auch nicht ganz flach. Daneben standen neben einigen intensiven und hochstehenden Trainings auch endlich wieder erste Wettkämpfe auf dem Programm. Im Rahmen der «La Chasse Neutrass» fanden im Engadin drei OL-Wettkämpfe mit der ganzen OL-Elite der Schweiz statt. Ich konnte nach einem guten Monat Lauftraining schon wieder überraschend gut mitlaufen und mein Selbstvertrauen, für die doch noch bevorstehende Herbstsaison, aufbauen.

Sprint der "La Chasse Neutrass"

Juli

Zu Beginn dieses Monats folgten die letzten beiden Etappen der «La Chasse Neutrass», bei denen ich auch resultatmässig mit einem siebten Rang in der Langdistanz meinen Ansprüchen mehr als gerecht wurde. Meinen neuen Sponsor, die «Sigrist Rafz Holz+Bau AG», konnte ich gleichzeitig auch ein erstes Mal auf meinem Dress präsentieren. Weitere wichtige Wettkämpfe blieben aber vorerst weiter aus. Mit einem Kurz-Trainingslager in Andermatt und einem im Tessin, konnte ich mir aber dennoch etwas Wettkampffeeling abholen und daneben mit gutem und kontinuierlichem Training weiter Fortschritte erzielen. Auch auf der Leichtathletikbahn lief in meinem ersten 5000m-Lauf eine Zeit von 16:07. Damit blieb ich jedoch etwas unter meinen Erwartungen und Hoffnungen. Am 15. Juli durfte ich den grosszügigen Nachwuchspreis des Panathlon Club Zürcher Unterland unter Beisein zweier Vorstandsmitglieder entgegennehmen.

Im Klettersteig während einem Trainingslager

August

Mit einem Trainingslager im französischen Jura startete ich mit viel OL-Qualität und Freude in meinen Geburtstagsmonat. Ich konnte diesen Schwung nach einem zweitägigen Zwischenstopp zu Hause gleich mitnehmen ins Trainingslager mit dem Nationalkader im Berner Oberland. Diese Trainingslager sind jedes für sich wieder ein Highlight. Einerseits, weil die Trainings stets von bester Qualität sind, auf spannenden Karten stattfinden und man sich wirklich mit der Weltspitze messen und vergleichen kann. Andererseits weil auch die Stimmung stets grossartig ist und der Teamgedanke nicht zu kurz kommt. So gab es beispielweise auch einen Abstecher mit Kletterausrüstung in die Felswand und eine Auftaktveranstaltung im Hinblick auf die Heim-WM im Jahr 2023 auf einem Gletscher. Anschliessend stand dann auch bereits die Tapering-Phase an, während der ich mein Trainingsvolumen stark reduziere, die Intensität aber weiter hochhalte, um an den Wettkämpfen richtig erholt und voller Power & Leistungsfähigkeit am Start zu stehen. Im 5000m-Test auf der Bahn konnte ich meine persönliche Bestzeit auf 15:55 senken und an den OL-Testläufen mit einem 11. und einem 10. Rang mein Potential andeuten.


September

Im September ging es Schlag auf Schlag weiter mit Wettkämpfen. An der Sprint-Schweizermeisterschaft in Kreuzlingen konnte ich als einer der einzigen auf Fan-Unterstützung durch meinen Sponsor zählen und dies beflügelte mich wohl ziemlich. Ich konnte meine Leistung abrufen und schrammte mit einem siebten Rang nur knapp an den Podiumsplätzen vorbei, bin aber mit dem Resultat dennoch sehr zufrieden. Dass ich dieses in den folgenden Wochen mit einem 7. Rang in der Langdistanz und einem 10. Rang in der Mitteldistanz bestätigen konnte, gab mir viel Selbstvertrauen und Bestätigung für den schwierigen, aber dennoch guten Frühling. Neben dem Sport beendete ich im September mein Praktikum als Zimmermann bei der «Sigrist Rafz Holz+Bau AG», zog zumindest vorerst für ein halbes Jahr nach Biel und startete dort mein Studium zum Holzbauingenieur.

Gespräch mit dem Herren-Nationaltrainer Francois Gonon

Oktober

Eigentlich wäre im Oktober mit dem Euromeeting in Tschechien noch ein grosses Highlight angestanden. Da sich die Corona-Situation in Tschechien jedoch noch mehr zuspitzte als bei uns, wurde daraus doch nichts und auch ein geplantes Trainingslager dort musste in die Schweiz verschoben werden. Von Luzern aus hatte ich aber dennoch eine weitere super Trainingswoche mit dem Nationalkader und konnte zumindest unter Beweis stellen, dass meine Form dagewesen wäre und ich mich auf dem richtigen Weg befinde. Als Ersatz fanden im Neuenburger Jura noch zwei abschliessende Wettkämpfe statt, wo ich zumindest in der Langdistanz mit einem dritten Rang brillieren konnte, es waren da jedoch auch nicht alle Kadermitglieder mit am Start. Dennoch war dieses Resultat ein erfreulicher Abschluss meiner ersten Elite-Saison und macht Lust auf mehr.


November

Anschliessend hatte ich dann aber auch eine gut zweiwöchige Trainingspause mehr als nötig. Ganz sein lassen kann ich das Laufen auch während dieser Zeit nicht, aber dem Körper alljährlich wieder richtig Erholung zu gönnen erscheint mir ein wichtiger Grundstein, um Verletzungen vorzubeugen. Anschliessend baute ich mein Trainingsvolumen gegen Ende Monat wieder langsam auf, und genoss das Herbstwetter mit einigen schönen und langen Trainings. Unter anderem erklomm ich dabei auch ein erstes Mal in meinem Leben den höchsten Punkt des Kantons Zürich, das Schnebelhorn. Ich startete mein Sprint-Projekt im Hinblick auf die bevorstehende Heim-Europameisterschaft in Neuchâtel, welche im Jahr 2021 über Auffahrt im Sprintformat ausgetragen wird.

Sprinttraining am Rheinfall

Dezember

Im Dezember war ich dann entsprechend bereits wieder voll im Training und nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Fitness- und Laufgefühl verschwanden diese und ich konnte ohne Einschränkung und voller Motivation meinen Zielen nacheifern. Dabei blieb natürlich regelmässig Platz für abwechslungsreiche Trainingsprojekte, wie beispielsweise der traditionelle Longjog von Eglisau nach Bad Zurzach mit einem anschliessendem Thermalbadbesuch oder meinem «Coronaprojekt» entlang der Grenze, um das Rafzerfeld zu laufen. Dieses Projekt hatte sich während dem Lockdown und aufgrund der geschlossenen Grenzen in meinen Kopf festgesetzt. Wegen der Sprunggelenksverletzung konnte ich dieses dann jedoch nicht realisieren und musste es vorerst aufschieben. Noch vor dem Jahreswechsel konnte ich dieses dann doch noch umsetzen und gleichzeitig ein erstes Mal über 30km am Stück laufen. Das war eine wortwörtliche «Grenzerfahrung», die ich sehr genoss. Den würdigen Abschluss vom Jahr 2020 markierte ein toller Sprint-OL-Trainingstag in Neuhausen mit Blick auf den Rheinfall, damit das Jahr 2021 bestimmt kein Reinfall wird.




English: Yearly Review


Preface

All in all, my first elite year was a great success, despite minor injuries and Corona. I was able to take an important step forward in many areas and make further progress on my path to become a top orienteer. This was only possible thanks to all-round support from various sides. First and foremost, my family, especially my parents, and my coaches. In addition, my home club OLK Rafzerfeld-Bülach, my training group Vompatti OK and the national team supported me with many training opportunities. I would also like to take this opportunity to thank my sponsors and supporters for their generous support last year: Sigrist Rafz Holz+Bau AG, Swiss Sport Aid, my grandparents and the Panathlon Club Zürcher Unterland.

Now I hope you enjoy reading my review and I'll go back to my training for the 2021 season, which is just around the corner.


January

After I had some time off from the construction site over the Christmas holidays, dedicating myself fully to training, I started the new year with a good drive. I had an interesting selection talk regarding my military service with the Swiss elite sports unit and completed the first good training units of the year. However, an intensive sprint training block in the German Ruhr-area was too much for my body at the end of the month and I was slowed down by an overstrain injury in my shin.


February

In February I quickly got the injury under control, thanks to the early reaction, and was able to have a great training camp in Alicante, Spain. Eleven mostly sunny days with daily orienteering trainings gave me the opportunity to make further progress and I was able to prove that at two World Ranking events. I was able to celebrate a second place in the long distance. However, as I had strained my ankle slightly at one of the last controls, I was not able to run the middle distance at competition speed again the next day. Besides a three-day training camp focused on sprint orienteering in Valais (Switzerland), the next training camp was already scheduled for the end of the month. This time together with the whole national team I headed south again. We went to Portugal. There, I managed to do great work on my base and compete in training races with good competition. The knowledge and results I gained there, gave me a lot of courage and self-confidence for the upcoming first season in the elite category.


March

But in March the situation slowly changed. In Switzerland, the Corona virus was already slowly spreading during my time in Portugal. After initial scepticism, things soon went from bad to worse, and competition after competition got cancelled. A longer sprint training camp with some competitions in Italy could not take place. The replacement on a smaller scale in Switzerland also had to be cancelled shortly afterwards due to the regulations. Nevertheless, I was able to continue my training with good quality and simply put more focus on my long-term goals.


April

Over the course of April, it gradually became clear that things would not get serious again until autumn at the earliest. Accordingly, I shifted my focus more towards "winter training" and "long-term development" instead of "competition freshness" and "performance". At the beginning of the month, I then injured the inner ligaments in my ankle during a training session nearby. I had to take my longest break from running in many years. However, I can consider myself lucky that this does not mean much, as I have hardly ever had to take a break from running in my career so far. During the two weeks without running, I discovered completely new parts of my living area by mountain bike and later on a racing bike and almost developed a new passion.


May

In May I was able to slowly start running again and although I really tried to get back into it carefully, I had some struggle with a little overload in my knee for a short time. However, I quickly got this under control again and the Corona situation also allowed me to devote myself fully to my internship as a carpenter this month. Thanks to my performance in the past years, I was also able to recommend myself for the support of Swiss Sports Aid and I profit from their generous financial support now.


June

In June, my priorities shifted again and I took the opportunity to spend three weeks in an altitude training camp in St. Moritz with almost the entire national team. The difficulties and challenges I had faced up until then in 2020 were quickly forgotten and I had three of my best weeks both training-wise and emotionally. I accumulated over 50 hours of training, covering over 400km by foot and 250km by bike. And, as usual in the Engadin Valleys, these were not very flat. In addition to some intensive and high-level training, the first competitions were finally on the agenda again. As part of "La Chasse Neutrass", three orienteering competitions were held in lower Engadin with the entire orienteering elite of Switzerland participating. After a good month of training, I was able to run surprisingly well and build up my self-confidence for the upcoming autumn season.


July

At the beginning of this month, the last two stages of the "La Chasse Neutrass" followed, where I outperformed my expectations with a seventh place in the long distance. At the same time, I was able to present my new sponsor, Sigrist Rafz Holz+Bau AG, on my competition kit for the first time. For the time being, however, there were no other important competitions. With a short training camp in Andermatt and one in Ticino, I was still able to get some competition feeling and make further progress with good and continuous training. On the track I ran a time of 16:07 in my first 5000m race, which was a bit below my expectations and hopes, but something to build up on. On July 15th, I received the generous junior prize from the Panathlon Club Zürcher Unterland in the presence of two board members.


August

With a training camp in the French Jura mountains I started my birthday month with a lot of orienteering quality and joy. After a two-day stopover at home, I was able to take this momentum with me to the training camp with the national team in the Bernese backcountry. These training camps are always a highlight in themselves. On one hand, the trainings are always of the best quality, take place on exciting maps and you can really compare yourself with the world's best. On the other hand, the atmosphere is always great and the team spirit is not neglected. For example, there was also a climbing trip and a kick-off event to the home World Championships in 2023 on a glacier. After that, my tapering phase began, during which I greatly reduced my training volume, but kept the intensity high in order to be properly refreshed and full of power at the start line of the upcoming competitions. In the 5000m test on the track I was able to lower my personal best to 15:55 and in the orienteering test races I was able to show my potential with an 11th and a 10th place.


September

In September the competitions continued in quick succession. At the Swiss Sprint Championships in Kreuzlingen I was one of the only ones who could count on fan support from their sponsors and this seemed to have given me quite a boost. I was able to perform at my best and just missed the podium with a seventh place, but I am still very satisfied with the result. The fact that I was able to confirm this in the following weeks with a 7th place in the long-champs and a 10th place in the middle-champs gave me a lot of self-confidence and confirmation for the difficult, but nevertheless good spring. Besides the sport, I finished my internship as a carpenter at Sigrist Rafz Holz+Bau AG in September, moved to Biel for half a year and started my studies to become a timber construction engineer.


October

October should have been another big highlight with the Euromeeting in Czech Republic. However, the Corona situation in Czech Republic got even worse than in Switzerland, so it didn't work out and a planned training camp there had to be moved to Switzerland as well. Based in Lucerne, however, I had another excellent week of training with the national team and could at least prove that my shape was there and that I was on the right track. As a substitute, two final competitions took place in the Neuchâtel Jura mountains, where I was able to shine with a third place at least in the long distance, but not all the members of the national team were there. Nevertheless, this result was a pleasing conclusion to my first elite season and makes me aim for more in the future.


November

After that, I urgently needed a two-week training break. I couldn’t completely stop running during this time, but I think that giving my body a proper rest every year is an important premise to prevent injuries. Afterwards, I slowly built up my training volume again towards the end of the month and enjoyed the autumn weather with some nice and long training sessions. Among other things, I summit the highest point of the Canton of Zurich, the Schnebelhorn, for the first time in my life. I started my sprint project in view of the upcoming home European Championships in Neuchâtel, which will be held in sprint format over Ascension Day in 2021.


December

In December, I was back in full training mode and after some initial difficulties with my fitness and running feeling, I was able to pursue my goals without restrictions and full motivation. Of course, there was always room for varied training projects, such as the traditional long run from Eglisau to Bad Zurzach, followed by a visit to the thermal baths there, or my "Corona project", to run along the Swiss-German border around Rafzerfeld. This project had been born during the lockdown, because of the closed borders. However, due to the ankle injury I could not realise it and had to postpone it. Before the turn of the year, however, I was able to realise it and at the same time run over 30km in one go for the first time in my life. That was a literal "borderline experience" that I enjoyed very much. A great day with sprint orienteering trainings in Neuhausen with a view of the Rhine Falls marked the worthy end of 2020, so that 2021 will certainly not be a failure (a bad pun intended but not understandable in English ;-)).

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